Knochenaufbau nach langer Zahnlosigkeit

Fehlt Knochensubstanz für ein sicheres Implantat, schaffen wir mit modernem Knochenaufbau die stabile Basis für Ihren Zahnersatz.

Termin vereinbaren 05 121 - 69 41 11
E-Mail schreiben dr.bettin@t-online.de
kostenfreie Sedierung Hier klicken

Knochenaufbau nach langer Zahnlosigkeit

Durch fehlende Zähne wird der Kieferknochen nicht mehr belastet. Die Folge: er bildet sich zurück. Für das Setzen eines Implantates muss ausreichend Knochensubstanz vorhanden sein. Zahnlosigkeit, fehlende Zähne, schlecht sitzender Zahnersatz oder entzündliche Zahnfleischerkrankungen fördern den Abbau der knöchernen Strukturen.

Patienten kann geholfen werden

Das individuelle Knochenangebot stellen wir durch Röntgendiagnostik oder bei kritischen Situationen durch eine digitale Volumentomographie (DVT) dreidimensional exakt dar. Auch Patienten, die nach langer Zahnlosigkeit Knochen verloren haben, kann geholfen werden. Ein Knochendefizit kann durch einen zusätzlichen Eingriff, bei dem entnommener Eigenknochen transplantiert wird, ausgeglichen werden. Dieses körpereigene Gewebe bildet nach der Einheilung ein stabiles Fundament für die Implantate.

Knochenersatzmaterialien: Ein kleineres Knochendefizit kann mit Knochenersatzmaterialien aufgefüllt werden. Direkt bei der Implantation wird ein Defekt mit Knochenersatzmaterial aufgefüllt. Oft werden Knochenspäne beigemischt. Das Operationsgebiet wird mit einer Membran geschützt.

Eigenknochen: Zu schmale, flache Kiefer (Kieferkämme) oder atrophierte Kieferbereiche können durch entnommenen Eigenknochen aufgebaut werden.

Bone-Split / Bone-Spreading: Bone-Spreading (Knochen aufspreizen) und Bone-Splitting (Knochen teilen) sind gewebeschonende minimal invasive Alternativen zu klassischen Knochenaufbau-Maßnahmen. Bei diesen Techniken wird ein zu schmaler Kieferkamm exakt verbreitert, um ein besseres Implantatlager zu schaffen.

Sinuslift: Knochenaufbau im Oberkiefer

Eine Sonderform des Knochenaufbaus ist die Anhebung des Kieferhöhlenbogens, der so genannte Sinuslift (Sinusbodenaugmentation, Augmentation oder Elevation des Kieferhöhlenbodens).

Bei zu geringem Knochenangebot im Oberkiefer kann die Kieferhöhle durch Einlagerung von Knochen bzw. Knochenersatzmaterial in die Kieferhöhle (Sinus maxillaris) angehoben werden. Sinuslift ist bei geringem Knochenangebot im Oberkieferseitenzahngebiet oft die einzige Möglichkeit, ausreichendes Knochenangebot für eine Implantatbehandlung und festsitzenden Zahnersatz zu schaffen. Bei einer geplanten Sinusbodenelevation liefert die 3-D-Diagnostik schon vor dem Eingriff detaillierte Informationen über die genauen anatomischen Verhältnisse und in welchem Ausmaß Knochen aufgebaut werden.

Wichtige anatomische Nachbarstrukturen, wie der Mandibularkanal und die knöcherne Kieferhöhlenbegrenzung, können in allen 3 Ebenen abgegrenzt werden.

Man unterscheidet zwischen innerem und äußerem Sinuslift. Der äußere Sinuslift erfolgt unter Vollnarkose. Die Kieferhöhle wird über die Mundhöhle im Bereich der Wange operativ eröffnet, um Knochen unter Sicht einbringen zu können. Beim inneren Sinuslift wird der Implantatkanal (das Bohrloch für das Implantat) zur Platzierung des Knochenmaterials genutzt. Dieser Kanal wird vorsichtig unter Schonung der Kieferhöhlenschleimhaut (die Kieferhöhle selbst bleibt ungeöffnet) durchstoßen. Das Knochenmaterial wird dann durch diesen Kanal platziert. Das zusätzliche Knochenangebot ermöglicht, sofort längere Implantate zu setzen und nach der Einheilung mit diesen eine höhere Stabilität zu erzielen.

Mit einem Sinuslift kann ein ausreichendes Knochenangebot gewährleistet werden

Mit einem Sinuslift kann ein ausreichendes Knochenangebot gewährleistet werden – so schaffen wir auch im Oberkiefer eine verlässliche Grundlage für Ihren Zahnersatz.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Fehlende Zähne belasten den Kieferknochen nicht mehr – er bildet sich zurück, für ein Implantat ist aber ausreichend Knochensubstanz nötig.
  • Röntgendiagnostik oder eine digitale Volumentomographie (DVT) zeigen das vorhandene Knochenangebot dreidimensional exakt.
  • Kleinere Knochendefizite werden mit Knochenersatzmaterial aufgefüllt, größere mit körpereigenem Eigenknochen.
  • Bone-Split/Bone-Spreading verbreitert einen zu schmalen Kieferkamm besonders gewebeschonend.
  • Im Oberkiefer schafft der Sinuslift zusätzliches Knochenangebot für eine sichere Implantatbehandlung.
  • Nach der Einheilung bildet der aufgebaute Knochen ein stabiles, langfristiges Fundament für Ihre Implantate.

Piezo Surgery – knochenselektive Chirurgie – ist ein neuartiges Operationsverfahren zur behutsamen Knochenbearbeitung mit Ultraschall. Mit dieser modernen ultraschallgestützten Chirurgietechnik können wir in der Praxisklinik für dentale Implantologie & Kieferchirurgie in kritischen Regionen minimalinvasiv vorgehen. Bei Knochen aufbauenden Maßnahmen kann Eigenknochen schonend entnommen werden, um an anderer Stelle mit dem Gewebe neue Knochensubstanz zu schaffen. Dieses Verfahren zur Knochentransplantation wird in der Praxisklinik für dentale Implantologie und Kieferchirurgie Hildesheim eingesetzt, um punktgenau Knochengewebe abzutragen, ohne weiche Gewebeteile wie Nerven oder Adern zu verletzen.


Entscheidender Vorteil der Piezochirurgie ist die Schonung von weichem Gewebe wie Nerven, Bindegewebe oder Blutgefäßen. Nur die harte Knochensubstanz wird abgetragen. Diese präzise und selektive Präparationsmöglichkeit der Piezochirurgie erlaubt risikoärmere  Eingriffe. Da Beschädigung des Weichgewebes und der Gefäße weitestgehend ausgeschlossen werden können. Es kann eine schnellere Wundheilung erzielt werden.

Häufig gestellte Fragen

Ich habe schon lange keinen Zahn mehr an dieser Stelle – reicht mein Kieferknochen noch für ein Implantat?
Das lässt sich nicht pauschal sagen, denn ohne Zahn baut sich der Kieferknochen mit der Zeit tatsächlich zurück. Mit modernen Verfahren wie Knochenersatzmaterial, Eigenknochen oder einem Sinuslift lässt sich aber auch nach langer Zahnlosigkeit meist noch genug Knochen für ein sicheres Implantat aufbauen.
Muss bei zu wenig Kieferknochen immer Eigenknochen entnommen werden?
Nein. Kleinere Knochendefizite füllen wir in der Regel mit Knochenersatzmaterial auf. Nur bei größerem Knochenmangel setzen wir körpereigenen Knochen ein, der besonders gut einheilt.
Was ist ein Sinuslift und tut er weh?
Ein Sinuslift ist ein Verfahren, mit dem wir im Oberkiefer die Kieferhöhle vorsichtig anheben und mit Knochenmaterial auffüllen, wenn dort zu wenig Knochen für ein Implantat vorhanden ist. Der Eingriff erfolgt unter örtlicher Betäubung oder Dämmerschlaf und wird von den meisten Patienten gut vertragen.
Woher weiß mein Zahnarzt, ob genug Knochen für ein Implantat vorhanden ist?
Wir stellen Ihr individuelles Knochenangebot mit Röntgendiagnostik oder einer digitalen Volumentomographie (DVT) dreidimensional exakt dar. So sehen wir schon vor dem Eingriff genau, wie viel Knochen vorhanden ist und ob ein Aufbau notwendig ist.