Einheilzeit

Während der Einheilzeit verwächst der Knochen fest mit dem Implantat und bildet die sichere Basis für Ihre neuen Zähne.

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Einheilzeit

Während der Einheilzeit verwächst der Knochen fest mit dem Implantat und bildet eine sichere Basis für die neuen, Implantat getragenen Zähne. Die Dauer der Einheilphase ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Sie hängt von Faktoren wie  Knochenqualität, Implantatdesign und dem Heilungsprozess ab.

Osseointegration

Während der Einheilphse erhalten unsere Patienten einen provisorischen Zahnersatz, mit dem sie selbstverständlich am Alltag und Berufsleben teilnehmen können.

Bei der Einheilung spielt die Oberfläche des Implantates eine besondere Rolle. Es wird zwischen Makro- und Mikro-Design unterscheiden. Das Makro-Design bestimmt die materielle Oberflächenstruktur des Implantats. Das Mikro-Design definiert die Ausgestaltung der Implantatoberfläche. Beide Aspekte beeinflussen die Einheilung (biologische Stabilität) und sind für den Halt im Kieferknochen wichtig. Das Gewinde und die Form der Implantate sind für die sogenannte Primärstabilität (direkt nach dem Setzen der Implantate) von Bedeutung. Diese mechanische Stabilisierung des Zahnimplantats durch die Gewinde ist Voraussetzung für die feste Verbindung und Knochenanlagerung während der Einheilung (erfolgreiche Osseointegration).

Eine verkürzte Einheilphase erhöht das Risiko eines Implantatverlustes. Die Primärstabilität (mechanische Stabilität des Implantates beim Eindrehen) und die Sekundäre Stabilität (Stabilität durch Anlagerung des Knochens an das Implantat) bestimmen den Zeitpunkt einer Belastung. Weitere Kriterien sind Knochenangebot und Art der geplanten, prothetischen Versorgung.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Nach dem Setzen eines Implantats verwächst der Knochen in der Einheilzeit fest mit dem Implantat.
  • Die Dauer der Einheilphase hängt von Knochenqualität, Implantatdesign und individuellem Heilungsverlauf ab.
  • Während der Einheilzeit lässt sich ein provisorischer Zahnersatz tragen, sodass der Alltag ganz normal weitergeht.
  • Die Oberflächenstruktur des Implantats (Makro- und Mikro-Design) beeinflusst, wie gut die Osseointegration gelingt.
  • Eine zu kurze Einheilphase erhöht das Risiko eines Implantatverlustes.

Häufig gestellte Fragen

Wie lange dauert es, bis ein Zahnimplantat vollständig eingeheilt ist?
Das ist individuell verschieden und hängt von Knochenqualität, Implantatdesign und dem persönlichen Heilungsprozess ab – meist dauert die Einheilung mehrere Wochen bis wenige Monate.
Muss ich während der Einheilzeit ohne Zahn herumlaufen?
Nein, in dieser Zeit lässt sich in der Regel ein provisorischer Zahnersatz tragen, mit dem Sie ganz normal am Alltag teilnehmen können.
Was passiert im Kiefer während der Einheilphase eines Implantats?
Der Knochen verwächst in dieser Zeit fest mit der Implantatoberfläche (Osseointegration) und bildet so die stabile Basis für die spätere Krone, Brücke oder Prothese.
Kann ein Implantat auch nach der Einheilzeit noch verloren gehen?
Ein Implantatverlust ist selten, aber möglich – besonders wenn die Einheilphase zu kurz war oder die Belastung zu früh erfolgt. Regelmäßige Kontrollen minimieren dieses Risiko.